Mediendesign, Mediengestaltung,

Medien-was?

So langsam wird’s kompliziert…

Wobei wir schon dabei sind. Kommen wir zu den Berufsbegrifflichkeiten Mediengestalter, Mediendesigner et cetera: Alle haben eine ähnliche Bezeichnung sind aber nicht ganz dasselbe. Same same but different würde ich mal sagen.

Was man schon mal näher erläutern kann, ist, dass der Bereich Mediengestaltung in zwei Bereiche untergliedert werden kann: Mediendesign und Medienkunst. Die Medienkunst kann man gleich schon mal wegstreichen. Damit haben wir normalerweise nichts am Hut. Wäre aber schon cool, mal, wie Marina Abramovic oder Bruce Nauman (großartige Künstler, die Beiden) irgendwas Exzentrisches zu starten.

Ahaconcepts ist eher im Bereich Mediendesign unterwegs. Trotzdem ist es lustig, dass dennoch die Ausbildungsbezeichnung als Mediengestalter betitelt wird. Naja. Dafür gibt es dann auch den Zusatz „Digital und Print“ sowie „Bild und Ton“. Somit wird der Begriff Mediengestalter nochmals näher definiert und kann nicht mehr fälschlicherweise in eine andere Richtung gedeutet werden. Die Ausbildung kann hierbei somit in zwei Richtungen angefangen werden. AHACONCEPTS ist eher im Bereich der Mediengestaltung Digital und Print einzuordnen. Ihr denkt, das wars dann mit dem Begriffssalat? Wartets mal ab. Es wird noch besser …

Laut der Internetseite der Arbeitsagentur kann diese Ausbildung des Weiteren noch in drei Fachbereiche unterteilt werden: Konzept und Visualisierung, Beratung und Planung sowie Gestaltung und Technik. Das habe ich auch nicht gewusst und ehrlich gesagt weiß ich nicht so ganz wie man sich das in der Ausbildung vorstellen soll. Ich vermute, dass in jeder Ausbildung als Mediengestalter alle drei Fachrichtungen gelernt werden, jedoch der Auszubildende entscheiden kann, welche Vertiefung er präferiert. Ich kanns mir halt nur, wie bei mir in der Kunstgeschichte, so erklären, dass es verschiedene Themenbereiche gibt, auf die man sich spezialisieren kann. Aber das der Beruf des Mediengestalters so breit gefächert ist, sodass die noch in drei Fachbereiche unterteilt werden, finde ich schon krass. Vor allem in drei Bereiche, bei der man, meiner Meinung nach, überall ein gut fundiertes Wissen haben sollte. Mein Studienschwerpunkt ist die neuzeitliche Kunstgeschichte. Da muss ich, normalerweise, weniger etwas über gotische Kathedralen wissen. Dennoch muss ich als Basiswissen, architektonische Formenlehre können, die in jeder Epoche anwendbar ist. Genauso sollte es bei den Fächern in der Mediengestaltung sein. Für mich sind diese drei Unterteilungen der Basics ineinandergreifend und können nicht mehr und nicht weniger wegen einer vermeintlichen Vertiefung vernachlässigt werden.

Studium Mediengestaltung

Was ich interessant finde, ist das, neben der Ausbildung als Mediengestalter, man Mediendesign studieren kann. Doch worin liegt hier der Unterschied? Ich meine wir haben aus meinen letzten Gedankengängen schon herausgefunden, wenn wir über Mediengestaltung reden, dann geht es eher in die Richtung Mediendesign. Und das ist im Grunde genommen genau das, wie das Studium betitelt wird.

Hier mal ein paar Vor- und Nachtteile:

Vorteile:

–        Man ist Student und Student sein ist geil

–        Interdisziplinären Einblick im Fach Mediendesign und den Nachbarbereichen

–        Theoretischer sowie wissenschaftlicher Teil wird weitgehend vermittelt

–        Habe ich schon erwähnt, dass man dann Student ist?

–        Keine Berufsschule

Nachteile:

–        Aufgrund keiner betrieblichen Anstellung, keine gleichwertige Praxiserfahrung wie in einer Ausbildung

–        Keine Vergütung

–        Vorrausetzung: erfolgreich bestandene Vorprüfung, evtl. sogar Abgabe einer selbstangefertigten Arbeitsmappe

–        Vermeintlich überwiegender theoretischer Anteil in Relation zur vernachlässigten Praxiserfahrung

–        Praxiserfahrung in Form von Praktika, die selten gut vergütet werden

Was mich ein bisschen stört, ist, dass einige Mediendesginlastige Studiengänge mehr oder weniger in ein fancy verenglischten Studientralala umformuliert sind. Ich finde, dass macht den Studiengang nicht wirklich professioneller. Eher schreckt mich das sogar ab.

Zusammenfassend könnte ich mich gerade nicht entscheiden, welcher Weg besser oder schlechter erscheint. Beide haben ihre Vor- und Nachteile. Vielleicht sollte ich selbst in dem Bereich eine Ausbildung anfangen, dann würde ich auch wissen, wie das letztendlich wirklich aussieht…